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MAKOplasty® – die Revolution in der Knieendoprothetik - die natürliche Gelenkfunktion mit Computer-Präzision.

 

MAKO Säge Lupe neuIn den USA ist die Technologie bereits an 180 Kliniken wie der Mayo Klinik und dem Hospital for Special Surgery in New York etabliert. Experten vergleichen die MAKOplasty® mit der DaVinci Technologie der Urologen: Ein bisher nicht gekanntes Maß an Präzision und Patientensicherheit in der minimal-invasiven Hüft- und Knieendoprothetik. Wird die Technologie die Endoprothetik revolutionieren? Wir fragen Prof. Dr. med. Christian Hendrich, den Ärztlichen Direktor von Schloss Werneck.

 

 

Herr Prof. Hendrich, das künstliche Hüftgelenk hinterlässt 96 % zufriedener Patienten, das künstliche Kniegelenk empfehlen Patienten nur zu 86 % weiter. Wie versuchen Sie, diese Lücke zu schließen?

 

Der Schlüssel dazu ist eine Computer-unterstützte Operationstechnik, die MAKOplasty®.

 

 

Bild MAKO  BANDKinematik  F

 

Können Sie in einem Satz das Besondere an der OP-Technik beschreiben?

 

Die MAKOplasty® ist die einzige mir bekannte OP-Technik, bei der die Prothese an der individuellen Bandführung des Patienten ausgerichtet wird.

 

 

 

 

MAKO OP Traubexterner Link

 

 

" Was bringt mir die neue MAKOplasty® - Operations-Technik 4.0 "

- YouTube-Video-Link -

 

 

 

 

 

Die entscheidende Frage bleibt: Wann soll man sich operieren lassen?

 

Da hat sich nichts geändert. Man lässt sich operieren, wenn der Film, den man von seinem Leben sieht und die Realität zu weit auseinanderliegen. Das sind für einen Patienten unerträgliche Schmerzen, für den anderen die Schwierigkeit, Fahrrad zu fahren und für den dritten der Verlust seiner geliebten Sportart.

 

 

Wie lange hält heute ein künstliches Kniegelenk?

 

Bis zu 10 Jahren verhalten sich Knie- und Hüftgelenke gleich. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Hüftregel “70% halten länger als 25 Jahre“ auch für die Kniegelenke gilt.

 

 

Was sind die Risiken?

 

Relevante Risiken am Knie sind die Infektion, die in großen Statistiken mit 1% angegeben wird. Unsere Klinik liegt glücklicherweise weit darunter, ich kläre die Patienten auf 1 Promille auf. Zahlenmäßig das größte Risiko dürfte weiterhin die Thrombose und Emboliegefahr sein, die mit den sogenannten Bauchspritzen bei 3 % lag. Heute setzen wir fast ausnahmslos Thrombosetabletten ein, mit denen wir relevante Thrombosen kaum noch beobachten.

 

 

Aber warum sind Kniegelenke dann immer noch schlechter als Hüften?

 

Das ist in meinen Augen die alles entscheidende Frage der modernen Orthopädie. In meinen Augen gibt es drei relevante Ursachen. Falsche Erwartungen des Patienten, ein gesteigertes Schmerzempfinden und unsere bisher begrenzte Fähigkeit, die Knieprothese perfekt an den individuellen Patienten anzupassen.

 

 

Sie sprechen beim dritten Punkt von “bisher“ und bezeichnen die MAKOplasty® als Revolution in der Knieendoprothetik. Was ist anders?

 

Bisher haben wir die Knieprothese nach anatomischen Regeln gerade eingesetzt MAKO  SÄGE  solo  2und dann die Bänder durch chirurgische “Tricks“ angepasst. Das Ergebnis ist bekannt. Die MAKOplasty® geht einen anderen Weg. Die Prothese wird zwar im Vorfeld dreidimensional geplant, ihre endgültige Ausrichtung erfolgt aber erst anhand der Bänder des Patienten - mit einer theoretischen Genauigkeit von 0,1 mm und 0,5°. Das alles erfolgt noch vor der eigentlichen OP. Bei der OP verwendet der Chirurg einen Roboterarm, der einen perfekten Sägeschnitt garantiert und gleichzeitig verhindert, dass der Operateur die Kniebänder beschädigen kann.

 

 

Und wie ist das Ergebnis?

 

Man traut sich fast nicht, es zu sagen. Immer perfekt. Wir verlassen heute den OP mit dem guten Gefühl, für unsere Patienten das Bestmögliche herausgeholt zu haben.

 

 

Und wie empfinden es die Patienten?

 

Wir beobachten, dass sich die meisten Patienten mit der Nachbehandlung etwas leichter tun. Alle Patienten, die wir nach 6 Wochen zur Kontrolle wieder gesehen haben, hatten ein sehr gutes Ergebnis. Da es sich bei dem verwendeten Implantat um ein bereits seit 10 Jahren bewährtes Knie handelt, das in Prothesenregistern exzellente Ergebnisse erzielt, sind wir auch langfristig sehr optimistisch.

 

 

Sie haben 2013 die MAKOplasty® als Erster nach Deutschland geholt. Können Sie erzählen, wie es dazu kam?

 

Eine verrückte Geschichte. Die MAKOplasty® hatte ich auf dem amerikanischen Orthopädenkongress entdeckt. Nie hätte ich mir träumen lassen, sie nach Deutschland holen zu können. Dann wurden wir von der Firma ausgewählt - sie waren auf der Suche nach einer renommierten Klinik mit hohen Zahlen und Operateuren mit außergewöhnlicher Erfahrung. Welches Potential die MAKOplasty® tatsächlich als eigenständige Operationstechnik hat, haben wir erst gemerkt, als wir das Gerät in unserer Klinik hatten. Ende 2016 durften in den USA ausgewählte Chirurgen die Technik auch am “ganzen“ Knie einsetzen. Wir waren dann im Januar zur Schulung in den USA. Es war trotzdem gar nicht so leicht, die Weltfirma Stryker zu überzeugen. Ausgerechnet Werneck war dann die erste Klinik außerhalb der USA, die das “ganze“ Knie zur Verfügung hatte. Unser größter Konkurrent war der Herausgeber der britischen Zeitschrift für Orthopädie in London…

 

 

Was tun Sie gegen die Schmerzen nach einer Knieoperation?

 

Die Schmerztherapie beginnt noch vor der Operation. Schmerzpumpe_NEUFast alle Patienten erhalten einen Schmerzkatheter mit Dauerpumpe für die vorderen Beinnerven und einen speziellen Nervenblock für den Ischiasnerv. Die Pumpe können die Patienten in den ersten Tagen nach der OP selber dosieren. Während der Operation spritze ich Betäubungsmittel rund um alle Schnittflächen. Zusätzlich erhalten die Patienten nach der Operation eine Kombination aus starken zentralwirksamen Schmerzmitteln und potenten entzündungshemmenden Tabletten. Die meisten Patienten kommen mit diesen Maßnahmen gut über die ersten drei Tage, die naturgemäß die schmerzhaftesten sind.

 

 

Gibt es spezielle Kniegelenke für jüngere Patienten?

 

Ja. Und weil wir von dem Vorteil der besseren Beugefähigkeit bis 150° überzeugt sind, setzen wir sie auch gleich bei allen unseren Patienten ein.

 

 

Wie geht die Nachbehandlung?

 

Entscheidend ist die Bewegungsschiene. Wir haben als Ziel, dass der Patient immer mindestens 10° mehr als der Tag postoperativ schafft - also am dritten Tag mindestens 40°. Die meisten Patienten erreichen in den 5 bis 6 Tagen in der Klinik über 90° Beugung. Wichtig ist, dass Sie auch in der Reha progressiv über die 90° hinweg trainieren. Wenn Sie das konsequent schaffen, wird es wieder leichter.

 

 

Rezert  NEU  2012-13Sie haben auch spezielle Partner-Rehakliniken?

 

In 5 Kliniken in Bad Kissingen kommen unsere Oberärzte einmal pro Woche zur Visite. Im Klinikum Bad Bocklet sehen wir unsere Patienten in einer Video-Visite. In allen Kliniken wird exakt nach unseren Vorgaben behandelt. Wir begleiten unsere Patienten dadurch bis zur sicheren Vollbelastung.

 

 

Wie lange ist man nach einem künstlichen Kniegelenk arbeitsunfähig?

 

Das hängt vom Beruf ab. Ich habe selbständige Patienten, die nach 3 Tagen wieder am Telefon arbeiten und nach 14 Tagen in ihrem Geschäft stehen. Die meisten Angestellten gehen nach 8 Wochen wieder zur Arbeit. Patienten mit körperlich belastenden Berufen sollten sich 10 bis 12 Wochen Zeit lassen.

 

 

Wann kann man wieder Auto fahren?

 

Gefahren werden jederzeit. Selbst fahren, wenn man keine Krücken mehr braucht – also in der Regel nach 6 Wochen. Wenn jemand sicher ohne Krücken laufen kann, darf er nach den gesetzlichen Vorschriften auch wieder selbst Auto fahren.

 

 

Kann man mit einem künstlichen Knie wieder Sport treiben?

 

Ja, auf jeden Fall. Allerdings sollte man bei Sprung- und Stoßsportarten oder Marathonsportarten vorher mit uns sprechen. Wir werden dann unsere Patienten entsprechend beraten. Gegen Tanzen, Fahrradfahren, Schwimmen, Golf, Tennis oder auch Skifahren spricht eigentlich nichts, wenn man ausreichend trainiert ist.

 

 

Warum sollte man mit einem künstlichen Kniegelenk die MAKOplasty® wählen?

 

Weil wir mit der MAKOplasty® immer ein perfektes chirurgisches Ergebnis erzielen können. Wir gehen davon aus, dass wir durch die gesteigerte chirurgische Präzision die Erfolgsrate des Kniegelenkes deutlich der des Hüftgelenkes annähern können.

 

 

Ihr Rat an Patienten mit Kniearthrose?

 

Nutzen Sie alle Möglichkeiten der modernen konservativen Behandlung einschließlich Spritzen und Nahrungsmittelergänzung. Eine Gelenkspiegelung kann nur selten etwas verbessern, aber viel verschlechtern. Wenn der Film Ihres Lebens und die Realität zu weit auseinander liegen, denken Sie an eine Operation. Wenn Sie die höchste Sicherheit wollen, sollten Sie die MAKOplasty® in Erwägung ziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Ansprechpartner:
Orthopädisches Krankenhaus Schloss Werneck
Balthasar-Neumann-Platz 1
97440 Werneck
Tel: 09722 21-0
Fax: 09722 21-1447
Tanja Heigl
Hotline OP-Termine
Sekretariat Prof. Dr. med. Hendrich
Tel: 09722 - 21 2010
Fax: 09722 - 21 1447

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Martina Schmitt
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Sekretariat Prof. Dr. med. Hendrich
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